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Ratgeber · Reise und Geld

Geld im Urlaub: Bargeld, Karte oder beides?

Bargeld, Karte oder beides? Wer die Stärken und Kosten kennt, bezahlt im Urlaub günstiger und steht nie ohne Zahlungsmittel da. Dieser Ratgeber zeigt eine sinnvolle Mischung.

3 Min Lesezeit 595 Wörter 4 FAQs
Mateusz Viola
Mateusz Viola Entwicklung und Konzeption
Geprüft am

Kaum ist die Reise gebucht, stellt sich die Frage, wie Sie im Ausland am besten bezahlen. Die einen schwören auf Bargeld, die anderen verlassen sich ganz auf die Karte. Beide haben ein Stück recht. Meist ist die richtige Antwort eine Mischung.

Warum die Mischung sinnvoll ist

Bargeld und Karte gleichen ihre Schwächen aus. Bargeld funktioniert ohne Netz und ohne Akzeptanzstelle, ist aber bei Verlust nicht zu ersetzen. Die Karte ist sicher und praktisch für größere Beträge, versagt aber am kleinen Marktstand oder wenn das Terminal ausfällt. Beides hat außerdem eigene Kostenfallen: Beim Bargeld entstehen sie beim Umtausch und am Automaten, bei der Karte beim Auslandseinsatz und bei der Währungsumrechnung.

Bargeld: wann es sich lohnt

In vielen Ländern läuft der Alltag bar: Taxis, Märkte, kleine Restaurants, Trinkgeld. Auch in ländlichen Regionen kann die Kartenakzeptanz dünn sein. Auf den Länderseiten dieser Website finden Sie die Gepflogenheiten je Währung, zum Beispiel für Thailand, Ägypten und Marokko. Umgekehrt kommen Sie in Schweden und Norwegen oft fast ohne Bargeld aus.

Einige Punkte helfen beim Abheben:

  • Heben Sie lieber selten und größere Beträge ab, denn feste Gebühren fallen je Abhebung an.
  • Prüfen Sie die Gebühr des Automatenbetreibers, bevor Sie bestätigen.
  • Lehnen Sie die Umrechnung in Euro ab und wählen Sie die Landeswährung.
  • Eine kleine Menge Landeswährung vor der Abreise kann helfen, wenn nach der Ankunft Taxi oder Bus bezahlt werden sollen. Wechselstuben am Flughafen sind dafür nicht zwingend die günstigste Quelle, vergleichen Sie den Kurs mit dem Referenzkurs.

Debit- und Kreditkarte

Mit einer Debitkarte buchen Sie direkt vom Konto ab, das erleichtert die Übersicht. Kreditkarten sind das flexiblere Mittel auf Fernreisen. Bei Mietwagen und Hotelkautionen wird häufig eine Kreditkarte verlangt, weil ein Betrag als Kaution reserviert wird. Welche Karte im Ausland akzeptiert wird, hängt vom Netzwerk ab, nicht allein von der Bank. Nehmen Sie, wenn möglich, zwei Karten unterschiedlicher Anbieter mit.

Auf der Kostenseite stehen das Auslandseinsatzentgelt, soweit Ihre Bank eines berechnet, und der Wechselkurs. Prüfen Sie vor der Reise die Konditionen Ihrer Karten, damit Sie wissen, welche Sie wofür einsetzen. Mehr dazu im Ratgeber zu versteckten Gebühren und DCC.

Kontaktlos und Mobile Payment

Kontaktloses Zahlen per Karte oder Smartphone ist in vielen Ländern üblich und angenehm: schnell und ohne dass die Karte aus der Hand geht. Verlassen Sie sich aber nicht allein darauf. Die Verbreitung schwankt je nach Region, und ein leerer Akku macht das Handy als Zahlungsmittel nutzlos.

Geld verteilen

Bewahren Sie nicht alles an einem Ort auf. Eine Karte und etwas Bargeld tragen Sie im Alltag bei sich, eine zweite Karte und eine Reserve liegen getrennt davon, etwa im Hotelsafe. Notieren Sie die Sperrnummern Ihrer Karten getrennt von den Karten. So bleibt ein Verlust ärgerlich, aber überschaubar.

Je nach Reiseart

Innerhalb der Eurozone brauchen Sie nur wenig Bargeld und keine Umrechnung. In anderen europäischen Ländern mit eigener Währung wie Polen, Tschechien, Ungarn, Schweden oder Dänemark achten Sie auf das Fremdwährungsentgelt Ihrer Karte. Auf Fernreisen verschiebt sich das Gewicht je nach Land zum Bargeld, in touristischen Gegenden klappt die Karte meist gut, abseits davon kann es schnell nur noch bar gehen. Im Pauschalurlaub läuft vieles über die Zimmerrechnung, als Rucksackreisender zahlen Sie viele kleine Beträge bar.

Worauf es ankommt

Eine Kreditkarte für größere Beträge und Reservierungen, eine Debitkarte zum Abheben, dazu etwas Bargeld für Orte ohne Kartenakzeptanz decken die meisten Situationen ab. Achten Sie auf die Gebühren, zahlen Sie in Landeswährung, heben Sie selten und größere Beträge ab und verteilen Sie Ihr Geld auf mehrere Orte. Mit dem Reise-Währungsrechner sehen Sie vorher, was Karte, Automat und Wechselstube kosten.

FAQ

Häufige Fragen

Wie viel Bargeld sollte ich in den Urlaub mitnehmen?

Dafür gibt es keine feste Regel, es hängt vom Land ab. In Ländern mit viel Barzahlung wie Ägypten, Marokko oder Thailand brauchen Sie deutlich mehr als in Schweden oder Norwegen, wo fast alles per Karte läuft. Planen Sie lieber einen Puffer ein und heben Sie vor Ort bei Bedarf ab. Die Länderseiten nennen die Gepflogenheiten je Währung.

Ist es günstiger, Geld vor Ort abzuheben oder zu Hause zu wechseln?

Das hängt von Ihren Konditionen ab. Prüfen Sie, was Ihre Bank für Abhebungen im Ausland verlangt, und vergleichen Sie es im Rechner mit dem Aufschlag einer Wechselstube. Lehnen Sie am Automaten in jedem Fall die Umrechnung in Euro ab.

Welche Karte sollte ich im Ausland nutzen, Debit oder Kreditkarte?

Beide haben ihren Platz. Mit der Debitkarte heben Sie Bargeld ab und bezahlen im Alltag. Eine Kreditkarte wird bei Mietwagen und Hotelkautionen häufig verlangt und außerhalb Europas oft eher akzeptiert.

Was bedeutet die Sofortumrechnung am Automaten oder im Geschäft?

Gemeint ist die Dynamic Currency Conversion. Das Terminal bietet an, direkt in Euro abzurechnen. Dann legt der Betreiber den Kurs fest, und der enthält einen Aufschlag. Wählen Sie die Landeswährung.

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Veröffentlicht · zuletzt geprüft
Verantwortlich: Mateusz Viola
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