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Ratgeber · Grundlagen

Reise-Währungsrechner nutzen: Schritt für Schritt

Umrechnen ist schnell erledigt. Wichtiger ist die Frage, was Sie am Ende tatsächlich zahlen. So holen Sie aus dem Rechner beides heraus: den Referenzkurs und den Preis mit Gebühren.

3 Min Lesezeit 639 Wörter 4 FAQs
Mateusz Viola
Mateusz Viola Entwicklung und Konzeption
Geprüft am

Was der Rechner kann und was nicht

Der Reise-Währungsrechner rechnet zwischen Euro und einer Fremdwährung, in beide Richtungen. Er benutzt dafür die Euro-Referenzkurse der Europäischen Zentralbank. Zusätzlich stellt er die Kosten von Kartenzahlung, Geldautomat und Wechselstube gegenüber und erzeugt einen Spickzettel zum Ausdrucken. Er ist kein Bankangebot: Der Kurs, zu dem Sie wirklich tauschen oder bezahlen, steht erst an der Kasse oder am Automaten fest.

Schritt 1: Währung und Betrag wählen

Wählen Sie oben das Reiseland über die Schnellwahl oder die Auswahlliste. Danach tragen Sie den Betrag ein. Der Rechner versteht deutsche und englische Schreibweisen, also 1.234,50 genauso wie 1234.50. Mit dem Knopf zwischen den Feldern kehren Sie die Richtung um. So rechnen Sie ebenso einen Preis aus dem Ausland in Euro um wie ein Euro-Budget in Landeswährung.

Über dem Rechner steht, von wann der Kurs stammt. Die EZB veröffentlicht ihre Referenzkurse werktags gegen 16 Uhr, am Wochenende gilt der letzte Werktag. Ein Kurs vom Freitag ist am Sonntag also normal.

Schritt 2: Gebühren eintragen

Unter „Was Sie tatsächlich zahlen“ tragen Sie ein, was Ihre Karte und die Wechselstube verlangen:

  • Auslandseinsatz der Karte in Prozent. Den Wert finden Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank, meist unter Auslandseinsatzentgelt oder Fremdwährungsentgelt.
  • Feste Gebühr je Abhebung in Euro. Gemeint ist die Gebühr Ihrer Bank. Die Gebühr des Automatenbetreibers wird oft erst am Gerät angezeigt.
  • Aufschlag der Wechselstube in Prozent. Berechnen Sie ihn aus dem Kurs der Stube: Wie viel weniger Fremdwährung bekommen Sie für einen Euro als beim Referenzkurs?

Der Rechner nennt keine Durchschnittswerte. Die Konditionen unterscheiden sich je nach Bank, Karte und Anbieter, und eine erfundene Zahl wäre schlimmer als keine.

Die Tabelle zeigt dann für den eingegebenen Betrag, was Sie bei Kartenzahlung, am Geldautomaten und in der Wechselstube zahlen und wie hoch der Aufpreis gegenüber dem Referenzkurs ist. Ein Beispiel: Bei 200 Euro, 1,75 Prozent Kartenaufschlag und 5 Euro Abhebegebühr kostet die Abhebung 8,50 Euro mehr als der Referenzwert, die reine Kartenzahlung 3,50 Euro.

Schritt 3: Terminal-Angebote prüfen

Bietet ein Terminal die Zahlung in Euro an, tragen Sie den Aufschlag ein, den es gegenüber dem Referenzkurs ausweist. Der Rechner zeigt, wie viel mehr diese Zahlung gegenüber der Zahlung in Landeswährung kostet. Er geht davon aus, dass Ihre Bank bei einer Zahlung in Euro kein Auslandsentgelt berechnet. Ob das stimmt, steht in Ihren Konditionen. Mehr zum Hintergrund im Ratgeber zu versteckten Gebühren und DCC.

Schritt 4: Spickzettel ausdrucken

Der Spickzettel zeigt für die gewählte Währung, was 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Einheiten in Euro wert sind. Haben Sie einen Kartenaufschlag eingetragen, gibt es eine zusätzliche Spalte mit Aufschlag. Ein Klick auf „Spickzettel drucken“ druckt nur diese Tabelle, andere Seitenteile bleiben weg. So haben Sie auch ohne Netz einen Anhaltspunkt für Preise.

Währungen ohne EZB-Kurs

Für manche Reisewährungen veröffentlicht die EZB keinen Referenzkurs. Dazu zählen der VAE-Dirham, das Ägyptische Pfund und der Marokkanische Dirham. Der Rechner weist darauf hin und verlangt, dass Sie einen Kurs eintragen, zum Beispiel den Ihrer Bank oder den Kurs, den eine Wechselstube anschreibt. Ohne Kurs gibt es kein Ergebnis. Bei Währungen mit EZB-Kurs können Sie ebenfalls einen eigenen Kurs verwenden, etwa den Kurs Ihrer Bank, wenn Sie dessen Wirkung vergleichen wollen.

Einstellungen merken

Auf Wunsch merkt sich der Browser Währung und Gebühren. Dafür setzen Sie den Haken im Abschnitt „Einstellungen merken“. Der Betrag wird nie gespeichert. Mit „Gespeicherte Einstellungen löschen“ entfernen Sie alles wieder. Ohne Haken funktioniert der Rechner genauso, nur dass Sie die Gebühren beim nächsten Besuch erneut eintragen.

Worauf es ankommt

Nutzen Sie den Referenzkurs als Maßstab, nicht als Preis. Tragen Sie Ihre eigenen Gebühren ein, vergleichen Sie Karte, Automat und Wechselstube und drucken Sie sich bei Bedarf den Spickzettel aus. Wenn Sie im Ausland einen Kurs sehen, der deutlich vom Referenzkurs abweicht, wissen Sie sofort, wie groß der Aufschlag ist.

FAQ

Häufige Fragen

Brauche ich für den Rechner eine Internetverbindung?

Für den neuesten Kurs ja, denn der Rechner holt ihn beim Öffnen der Seite. Ohne Verbindung rechnet er mit dem Kurs-Schnappschuss, der beim Erstellen der Seite gespeichert wurde, und nennt das Datum dazu. Wenn die Seite bereits geladen ist, funktioniert die Berechnung auch danach ohne Netz.

Sind die angezeigten Kurse dieselben, die ich beim Bezahlen bekomme?

Nein. Der Rechner nutzt den Euro-Referenzkurs der EZB. Beim Bezahlen mit Karte oder beim Geldwechsel kommen Aufschläge und Gebühren dazu. Wie viel das ausmacht, zeigt der Bereich „Was Sie tatsächlich zahlen“, wenn Sie Ihre Konditionen eintragen.

Kann ich zwei Fremdwährungen miteinander umrechnen?

Der Rechner rechnet immer zwischen Euro und einer Fremdwährung. Für Kreuzkurse rechnen Sie zuerst die erste Währung in Euro um und dann den Eurobetrag in die zweite.

Was tue ich, wenn meine Währung fehlt oder keinen Kurs hat?

Für Währungen ohne EZB-Referenzkurs wie den VAE-Dirham, das Ägyptische Pfund oder den Marokkanischen Dirham wählen Sie die Währung und tragen den Kurs selbst ein, zum Beispiel den Ihrer Bank. Erfundene Kurse zeigt der Rechner nicht an.

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Quellen

Worauf dieser Ratgeber sich stützt

Veröffentlicht · zuletzt geprüft
Verantwortlich: Mateusz Viola
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